Archive for the ‘Donnerstag 25.10.2007’ Category

Fazit nach einem Tag

25.10.2007

Jürg Bachmann: «Wir befinden uns in einer Zwischenphase. Technologien bestehen, nun müssen wir Produkte liefern, die das Publikum begeistern.»

Alexandra Reich: «Wir sind gefordert, mit kreativen Ideen zu kommen. Die Media-Agenturen beispielsweise sind in ihrem Denken etwas antiquiert.»

Conti über Mobile TV: «Im Hinblick auf die Euro müssen eine ganze Reihe Partner investieren. Es geht jetzt darum, das Angebot so aufzugleisen, dass der Kunde darauf anspringen kann. Die Kunden wollen nicht alles auf einen Schlag neu haben, sie wollen zu Beginn bewährtes sehen.»

Bruno Bucher: «Der Content, den wir liefern werden, wird lokaler Natur sein, auch von den Usern produziert. Entscheidend wird sein, dass sich die Wirtschaft hinter uns schart.»

Karim Taga: «Die Programmveranstalter müssen untereinander im Wettbewerb stehen. Genutzt wird mobile TV nicht nur unterwegs, sondern vor allem zu Hause. Das stellen sich viele falsch vor.»

Markus Ruoss‘ Eindrücke vom ersten Tag: «Die Zersplitterung der Werbemärkte werfe viele Fragen auf. Ruoss zeigt zudem sich tief beeindruckt von Bundesrat Leuenbergers scharfsinnigen Bemerkungen.»

Die rasante Entwicklung des Handys

25.10.2007

Markus Ruoss„(…) ach ja, und telefonieren kann man damit auch noch“, beschreibt Markus Ruoss, Technologieexperte Privatradioverband und TeleSuisse, die rasante Entwicklung des Handys.

Doch was erwartet uns in der Zukunft? Welche Anwendungsmöglichkeit des Handys wird sich durchsetzen? Nach Ruoss könnte es bereits 2009 ein Satelliten-TV nur für das Mobiltelefon geben. Inhalte wie Musik und Videos, so genannte Contents, gewinnen ebenfalls immer mehr an Bedeutung. Ruoss ermahnt die Anbieter, auf eine Zugangsmonopolisierung der neuen Technologien, so wie damals mit SMS, zu verzichten. Der Redner wünscht weiter, dass die Mobilfunkbetreiber vermehrt auf Qualität der Inhalte setzen und nicht nur die Umsätze im Auge behalten. Ruoss hat errechnet, dass sich eine Mischung aus den neuen gebührenpflichtigen Inhalten und aus dem Altbewährten (Anm. Telefonie und SMS) am ehesten rentieren werde.

Mobile Geräte sind starke Multimedia-Computer geworden

25.10.2007

Harri MannistöAll of my connected applications always with me: Die mobilen Geräte können alles, sie sind nur kleiner. Vor allem sind sie Internet-kompatibel. Es gibt keinen speziellen, mobilen Internet-Content, der sich vom klassischen Internet-Content unterscheidet. Es gibt ein einziges Internet, das bekannte.

Mobile Geräte werden Menschen Zugang zu Internet verschaffen und zu sozialen Kontakten verhelfen. Nokia will das Handy zum persönlichen Hauptcomputer entwickeln. Mit OVI entwickelt Nokia eine Plattform für Communities, Content und Nokia Services. Dieser Brand soll weltweit Bedeutung erlangen.

Mit einem Video des Rap-Künstlers «Will I Am» demonstriert Mannistö die bereits heute beeindruckende Leistungsfähigkeit von Handys. Der hier auf Grossleinwand gezeigte Clip wurde mit einem M93-Handy gedreht.

Diskriminierungsfreier Zugang zu DVB-H

25.10.2007

bucher-bruno.jpgBruno Bucher, CEO Mobile TV Schweiz AG, fordert einen diskriminierungsfreien Zugang auf die DVB-H-Plattform in der Schweiz. Die Konzession für Handy TV ging an die Swisscom Broadcast, aber Bucher will keine Beschwerde einreichen. Viel mehr will Bucher in die Zukunft schauen. Bucher fordert die Werbevermittler im Publikum auf, mit Mobile TV Schweiz AG zusammen zu arbeiten und das Projekt auszubauen.

Einfachheit als komplexe Herausforderung

25.10.2007

Giovanni ContiMobile TV lebt vom Beitrag vieler Teilnehmer an der Wertschöpfungskette. Die Zukunft gehört nicht einem Anbieter alleine.

Fernsehen auf dem Handy darf nicht komplizierter sein als zu Hause: Einschalten, zappen. Dies anbieten zu können stellt eine Herausforderung dar.

Swisscom betreibt eine anbieterneutrale Plattform (B2B) für Partner (B2C). Diese liefern den Content und stehen im Sinne eines dynamischen Marktes in Konkurrenz zueinander.

Die Technologien DVB-H und UMTS ergänzen sich.

Was will Sunrise?

25.10.2007

reich-alexandra.jpgAlexandra Reich, COO, Residental Customers Sunrise, sieht den Kern des Geschäfts in der Telefonie. Seit dem neuen Marktauftritt von Sunrise stehe die Einfachheit der Anwendungen im Vordergrund, Sunrise wolle die Bedürfnisse der User erkennen und die Preispläne danach richten. Ebenfalls wolle Sunrise mit den aktuellen Trends mithalten. Die Menschen wollten sich aktiv in die Medien einbringen und die Inhalte beeinflussen können. Ziel von Sunrise sei, die Daten aus dem Internet auf das mobile Endgerät zu bringen und dabei die Vorgabe der Einfachheit einzuhalten.

Konvergenz Mobilfunk/Fernsehen

25.10.2007

Prof. Claus SattlerDer mobile TV-Markt wird durch zahlreiche Technologien fragmentiert. Von der grossen Zahl mobiler TV-Technologien ist DVB-H klar die am stärksten verbreitete (Europa 61%). In Italien und Finnland werden bereits kommerzielle Dienste betrieben, in den meisten anderen Ländern laufen Pilotversuche.

Um mobilem Fernsehen zum Durchbruch zu verhelfen, setzt Prof. Sattler folgendes voraus.

  • Offene Standards, möglichst weltweit, mindestens eine Harmonisierung der verschiedenen Standards
  • Gute Empfangsmöglichkeiten, auch in den Häusern
  • Attraktiven Content bekannter Marken
  • Geschäftsmodelle, die rentieren
  • Auswahl an Endgeräten

MobileTV – Do’s and Don’ts

25.10.2007

Karim TagaKarim Taga, Managing Director Arthur D. Little in Wien, glaubt daran, dass sich MobileTV in Europa weiter etablieren wird. Die Entwicklung dürfe jedoch nicht gestoppt werden, denn für die Übertragung von Grossevents seien die Anbieter und auch die mobilen Endgeräte noch nicht bereit. DVB-H werde sich durchsetzen, aber die Bereitstellung sei kosten- und zeitintensiv. Doch wie kann MobileTV  in der Schweiz so erfolgreich werden wie in Italien? Dazu gibt Taga den Marktteilnehmern einige Tipps. Wichtig sei, dass die Anbieter eine genügend grosse Auswahl an attraktiven Handys zum Verkauf anbieten und auch promoten. Zudem müsse das Programm der Anbieter vielseitig sein, wichitg seien Sport und Inhalte für Erwachsene.

Die Konkurrenten der TV-Plattformen im Panel

25.10.2007

Richard Eisler (Comparis) hat die Angebote der TV-Plattformen unter die Lupe genommen und äusserte seine Kritik. Ruedi Fischer (Cablecom), Christian Petit (Swisscom), Beat Knecht (Zattoo TV)  und Didier Divorne (allo.ch) konnten ihre Produkte bereits vorhin dem Publikum präsentieren und nun in der Panelrunde erhalten sie die Gelegenheit, ihre Standpunkte gegebenenfalls zu rechtfertigen. Richard Eisler verrät, dass er hinter der Bühne mit Ruedi Fischer diskutiert habe. Fischer verteidigt die Serienfunktion von Cablecom, die von Eisler genannten Fehler als solche seien ihm nicht bekannt. Doch wie erklären die Vertreter der Plattformen die angebliche Notwendigkeit der Settop-Box? Was ist an Eislers Vorwurf dran, den Kunden werde die Box gerade zu aufgezwungen? Fischer verspricht, dass sobald die Funktionalität der Programmaufzeichnungen gewährleistet sei, werde sich zumindest die Cablecom aus dem Geschäft der Settop-Box zurückziehen. Auf die Frage, ob der Preis von BluewinTV noch sinken werde, kontert Christian Petit mit dem Argument der Qualität. Der Focus sei nicht zwingend auf den Preis gerichtet, sondern viel mehr auf den Wert des Angebots, so Petit.

CEO’s Bluewin/Cablecom/Zattoo

25.10.2007

Beat KnechtZatto ist rasant gewachsen und zählt 1,2 Millionen registrierte Nutzer. Richart Eisler im vorhergehenden Referat: «Davon bin ich zwei.»
Dank Zatto wird der PC zum Fernseher und dient vor allem als Zweitgerät. Die Zattoo-Nutzer sind relativ jung, konsumiert wird vor allem zu Hause (80%). Oft erledigen sie etwas am PC und lassen das Zattoo-Fenster im Hintergrund mitlaufen und schauen dann hin, wenn sie etwas besonders interessiert. Zatto registriert zudem erstaunlich hohe Klick-Raten bei Werkbekampagnen.

Rudolf FischerCablecom leistete für digitales Fernsehen Pionierarbeit und erntet heute den späten Lohn dafür. Das klassische Nischenprodukt wurde massentauglich. Diese Entwicklung setzte dann ein, als alle analogen Kanäle auch digital angeboten werden konnten. Auf dem Weg da hin gab es, aus Gründen des beschränkten Platzes für die Sender, Komplikationen und negative Reaktionen.
Die oft kritisierte Set-Top-Box besticht durch ihre Einfachheit. Sie erlaubt der Cablecom das (für den Kunden) reibungslose Aufschalten neuer Funktionen. Die Bild- und Tonqualität ist sehr hoch, inklusive Dolby-Surround-Sound. Die Sendungen der SRG können wegen der bevorstehenden Einführung von HDTV bald nur noch bei Cablecom analog angesehen werden.

Christian PetitDie Kundenzufriedenheit bei Bluewin TV ist sehr hoch. Die Kunden möchten nicht mehr anders fern sehen. In einer Befragung vergaben dreissig Prozent die Maximalnote 10.

Die hochentwickelte Technologie ist nicht unproblematisch. Hin und wieder friert das Bild ein. Gerade weil ihre fortschrittliche Technologie so heikel sei, wolle Bluewin die Installation beim Kunden selber vornehmen.

Abschliessend findet Christian Petit, dass ihn nichts überrasche, was er heute an dieser Veranstaltung gehört habe. Aber, es führe ihn dazu, ein noch besseres Produkt anzubieten, das all die gehörten Punkte berücksichtige.

„Die Tagesschau zeichne ich heute einfach auf“

25.10.2007

Richard Eisler, Gründer und CEO von Comparis„Früher war mein Leben durch den Fernseher geprägt – für die Tagesschau musste ich zuhause sein“, gesteht Richard Eisler, Gründer und CEO Comparis. Mit Swissinfo habe sich alles verändert, der Zeitdruck sei weggefallen. Doch dann kam BluewinTV und Eisler fand sich in einer neuen Fernsehwelt. Die Tagesschau nimmt er heute einfach auf und schaut sie sich in aller Ruhe an. Für Coachpotatoes sei BluewinTV mehr als empfehlenswert, allein das Zappen durch das Programm beschäftige die Zuschauer für mehrere Stunden. In der Schweiz empfangen rund 2,9 Millionen Haushalte Digital-TV von Anbietern wie Cablecom, BluewinTV, SRG oder Zattoo. Die Anbieter haben 90 bis 130 Sender im Programm, Zattoo nur 41. Eisler berichtet, er selbst habe eine Bluewin sowie eine Cablecom Settop-Box, denn testen habe er beide wollen. Der Comparis-Gründer hat bereits einige Mängel festgestellt. So sei bei Bluewin TV die Bildqualität nicht immer ausreichend und bei Cablecom funktioniere die Serienfunktion oftmals nicht. Natürlich stellt er somit auch das Preis-Leistungs-Verhältnis in Frage. „Ich musste mich bei meiner Frau für eine Telefonrechnung von über 200 Franken rechtfertigen“, erzählt Eisler. Sowie Bluewin als auch Cablecom seien aus Sicht von Comparis.ch viel zu teuer. Eisler zieht ein Fazit: „Die Kunden schauen in die Röhre und die Anbieter nur für sich selbst“.

Vergleich von TV-Plattformen

25.10.2007

Didier DivorneDidier Divorne vergleicht die Angebote für digitales Fernsehen von Cablecom und Bluewin TV und Zattoo. In der Installation verschafft Cablecom einfachen Zugang, ist auch leicht günstiger. Das Angebot der Sender, vor allem der Radiosender ist bei Bluewin höher.

Die starken Argumente für Zatto sind seine Verfügbarkeit an jedem Ort und dass es nichts kostet. Dafür ist das Bild relativ schlecht und die Übertragung wird teilweise unterbrochen.

Für die Zukunft wünscht er den Konsumenten ein BlueComToo.

Wie kann man heute noch Geld verdienen?

25.10.2007

cave-martin.jpgUm eine hohe Rendite zu erzielen, nennt Professor Martin Cave (Director of the Centre for Management under Regulation, Warwick Business School, Coventry) verschiedene Möglichkeiten. Eine Taktik, das grosse Geld zu machen,  sei bestimmt mit Menschen, die über herausragende Talente verfügen – so zum Beispiel mit dem Fussballer Wayne Rooney. Eine weitere finanzielle Sicherheit bieten nach Cave die Vorteile eines Monopols. Cave bezeichnet einige Monopole gar als „Lizenz zum Geld drucken“. Doch wie kann in der heutigen Zeit noch Geld verdient werden und wo ist das Potential noch nicht ausgeschöpft? Cave sieht punkto neue Medien vorallem Microsoft, Intel oder Google als begünstigt. Neue Medien boomen und die Zahlen der User haben sich in den letzten fünf Jahren vervielfacht. Google plant nicht, ihre Dienste kostenpflichtig zu machen. Die Suchmaschine erzielt durch Beiträge von Werbenden oder Sponsoren horrende Gewinne. Eine weitere Geldquelle könnte nach Cave Web 2.0 sein. Dabei wäre der Focus auf selbst erstellte Inhalte der User gerichtet und Social Networking wie Chatten hätte die grösste Bedeutung. Eine vielversprechende Zukunft prognostiziert Cave für Internet-Werbung.

Don’t cry for me Cupertino

25.10.2007

David PogueDer Bestseller-Autor David Pogue nimmt humoristisch Bezug auf seine frühere Karriere als Konzertpianist. Apple-CEO Steve Jobs kriegt ebenso sein Fett weg wie Microsoft-Chef Bill Gates: Baby, I got YouTube.

Fragerunde

25.10.2007

Die UEFA verteidigt bekanntlich ihre Rechte konsequent. Die Frage nach einem allfälligen Imageverlust beantwortet Martin Kallen so: Einen grossen Teil unserer Einnahmen erzielen wir über die Medien. Da ist es nichts als nachvollziehbar, dass wir unsere Rechte verteidigen. Die Struktur der Rechte ist sehr komplex.

Professor Torsten J. Gerpott plädiert dafür, die bereits bestehenden Medien sinnvoll zu nützen. Das Potential für sinnvolle Inhalte ist oft noch wenig genützt.

Oyvind Solstad berichtet auf die Frage nach dem künftigen Sprachgebrauch im Net, dass Fragen in Foren, wenn sie beispielsweise in norwegisch gestellt werden, nicht immer beantwortet werden. Formuliert der Fragende das Selbe in englisch, ist seine Erfolgschance höher. Für wenig verbreitete Sprachen sieht er aber keine Gefahr, im Gegenteil. In diesen tauschen sich Surfer teilweise in speziellen Foren aus. Die seien eine gute Sache und hätten Zukunft.

Hans-Peter Rohner beobachtet, dass im Kommunikationsmarkt immer mehr Spieler auf das Feld kommen. Das Spiel wird so komplexer, aber auch umso interessanter.

Gemeinsamkeit von Elvis und mobilem Fernsehen

25.10.2007

solstadoyvind.jpg„In den 60ern führte mein Vater meine Mutter aus und sie sahen sich einen Film von Elvis an. Doch der Plan meines Vaters schlug fehl, denn meine Mutter hatte nur Augen für Elvis“, beginnt Oyvind Solstad, Technology advisor, NRK-Norwegian Broadcasting, Oslo. Doch weshalb die Geschichte mit Elvis???? Solstad erklärt, dass er Elvis mit Revolution und Jugend verbinde. Und mit dieser Metapher schlägt er die Brücke zur modernen Medienlandschaft. Alles verändere sich und fast täglich würden wir mit neuen Medien konfrontiert. Besonders wichtig für die Entwicklung seien junge Leute zwischen 18 und 31 Jahren, fügt der Redner an. Eine Studie aus Norwegen ergab, dass die untersuchte Zielgruppe durchschnittlich 2,5 Stunden pro Tag fern sieht. Doch nicht nur der traditionelle Fernsehapparat unterhält die Jugend sondern auch das Handy oder der PC. Solstad zeigt witzige Kurzfilme, die auf youTube veröffentlicht wurden – nur eine von vielen Varianten, wie sich Konsumenten die Zeit vertreiben. Solstad sieht bei den neuen Medien wie YouTube oder mySpace eine besondere Neuerung. Der Dialog mit den Usern könne angeregt werden, denn die Nutzer schreiben Kommentare und Meldungen zu den Filmausschnitten. Die Beteiligung in den Foren der genannten Plattformen sei in Europa besonders hoch. Für Solstad ist es logisch, dass in diese Technologien stärker investiert werden müsse.

Zeit und soziale Beziehungen

25.10.2007

Stefania BroadbentLifestyle und Mediennutzung: Um Entwicklungen sinnvoll vorantreiben zu können, müssen wir den Menschen von heute verstehen.

Teenager beispielsweise nutzen untereinander vor allem Instant Messaging. Mit Erwachsenen und Institutionen tauschen sie sich per E-Mail aus. In der kommunikativen Tagesstruktur zeigen Väter und Teenager verblüffend ähnliche Abläufe. Diejenige der Mütter unterscheidet sich hingegen markant. Schule, Nachbarn, Freunde, Ausgang, Internet, Services und vieles mehr – drei Viertel der Kommunikation geschieht im engsten persönlichen Zirkel. Stefania Broadbent stellt fest, dass durch die neuen Medien immer mehr private Nachrichten den Weg in den Berufsalltag finden.

Medien Zielsetzungen der UEFA

25.10.2007

Martin KallenFussballspiele sollen von möglichst Allen angeschaut werden können. Kommerzielle Rechteverwertung sei nicht das zentrale Thema. Martin Kallen betont: «Nur wenn die Rechte unserer Partner geschützt sind, sind sie bereit in den Fussball zu investieren.»

Public Viewing wird in Österreich und der Schweiz ein grosses Thema, das wird ein Riesenerfolg: «Das kann ich Ihnen garantieren.»

Für die Web-Site der UEFA arbeiten 120 bis 130 Personen. Sie ist und wird noch zunehmend die neue Plattform für Zusatzeinnahmen. Jeder Nutzer soll sich seine eigene Euro08-Web-Site zusammenstellen.

Mobile Services: Die WM 2006 hat gezeigt, dass Top-Events ein guter Einstieg in neue Services sind. Die Grossveranstaltung löste hohe Peak-Werte aus. Diese flachten nach der Veranstaltung leicht ab, blieben aber deutlich höher als vor der WM. TV-Sender sehen Mobile Rechte als komplementär und nicht länger als grosse Konkurrenz für Live-Übertragungen an.

Schweizer geben viel für Werbung aus

25.10.2007

rohnerhanspeter.jpg„Wie viele Werbekontakte haben Sie heute über sich ergehen lassen?“, fragt Hans-Peter Rohner, CEO PubliGroupe AG, die Besucher der Comdays. Er selbst schätzt die Zahl um elf Uhr auf ungefähr 170. Rohner spricht der Werbung eine grosse Verantwortung zu, denn Vieles werde gratis und die Werbung solle den Verlust ausgleichen. Tatsächlich investieren Schweizer Unternehmen laut Rohner fast 7 Milliarden Euro pro Jahr in Werbung.

Die Verbraucher werden immer wählerischer

Das Angebot an Werbebotschaften ist sehr gross und die Konkurrenz schläft nicht. Um die Bedürfnisse der Konsumenten zu befriedigen, schlägt Rohner vor, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Es müsse nach neuen Gesamtlösungen gesucht werden. „Von anonymer zu hochgezielter Werbung“, schlägt der CEO der PubliGroupe AG vor. Als Trend-Setter gelte der User generated Content. Als Beispiel nennt Rohner die Chips-Marke Doritos, welche einen Wettbewerb lancierte, wobei die Gewinner die Werbung für die Chipsmarke produzieren durften. Rohner wagt eine Prognose bis 2015: “ Information, Content, Service und Werbung werden zu etwas Neuem zusammen wachsen, das bis jetzt noch keinen Namen hat“.

Geschäftsinnovationen: Die Konvergenz soll es richten

25.10.2007

gerpotttorsten.jpgWie kann der Datentransfer innerhalb eines Unternehmens verbessert werden? „Die Konvergenz soll es richten“, fordert Professor Torsten J. Gerpott (Mercator School of Management, Universität Duisburg). Die klassische Aufteilung in Festnetz, Mobilfunk und allgemeinen Datentransfer dürfte laut Gerpott der Vergangenheit angehören. Ein Unternehmen profitiere vor allem, wenn die Daten auf ein mobiles Endgerät übertragen werden können – dies sei die Zukunft aber auch schon die Gegenwart. Der Fortschritt werde den Usern sowie den Anbietern nicht einfach in den Schoss fallen, sondern es müsse viel investiert werden.

Heute sind die Nutzer in der Kontrollposition

25.10.2007

ryan-thomas-v.jpg„Vor sieben Jahren kontrollierte die Musikindustrie das Ausmass des Musikvertriebs. Heute sind die Nutzer in der Kontrollposition“, kommentiert Tomas V. Ryan, Entrepreneur-in-Residence, Bessemer Venture Partners Former Global Senior Vice President of Digital and Mobile Strategy EMI, New-York. Die Musikindustrie müsse den illegalen Downloads trotzen und versuchen, neue Einnahmequellen zu schaffen. „Heute können die Jugendlichen nicht mehr ohne Musik leben“, so Ryan. Dies sei eine Möglichkeit für die Musikindustrie, neue Absatzmöglichkeiten zu gewinnen. Grosses Potential sieht Ryan in der Schaffung von digitalen Plattformen, denn so könnten die User mit den Anbietern kommunizieren. Die Anbieter wiederum erkennen die Ansprüche der Nutzer und können diese bereitstellen – die User übernehmen also gewissermassen einen kreativen Part.

Die EU und die digitale Medienwirtschaft

25.10.2007

Viviane RedingViviane Reding bedauert, dass sie nicht persönlich nach Biel reisen konnte: „Ich bin über den Weg der Technologie bei Ihnen“.

Kreative Inhalte werden zunehmend digital verbreitet. Europa ist in mobiler Technologie führend. Die EU will dazu beitragen, diese Stellung verteidigen zu können oder den Vorsprung gar auszubauen.

2008 ist das Jahr, in dem mobiles Fernsehen den Durchbruch schaffen kann. Dafür müssen flächendeckend Netze zur Verfügung stehen (DVD-H). die Rahmenbedingungen müssen Innovations- und Investitionsfreundlich gestaltet werden. Die Bereitstellung der nötigen Frequenzen darf keine Verzögerungen aufweisen.

Für den Schutz Minderjähriger braucht es einen starken Gesetzgeber. Die EU verfolgt dieses Ziel mit dem Programm «Safer Internet». Der Rhythmus der Entwicklungen ist hoch, der Gesetzgeber muss Entwicklungen bereits im Voraus antizipieren.

Der Wahrheit ist es egal, in welchem Medium sie transportiert wird

25.10.2007

Moritz Leuenberger, Vorsteher UVEKAnfängliche Schwierigkeiten mit dem Mini-Mikro können den Bundesrat nicht aus der Ruhe bringen. Leuenberger witzelt und wirft ein kritisches Auge auf die moderne Technologie. „In der guten alten Zeit reichte ein einfaches Mikrofon“, erinnert sich Leuenberger und scherzt, dass er nicht gerne etliche Kabel im Gesicht habe, wo er doch gerade frisch aus der Maske komme und geschminkt worden sei. Die Aufteilung des Programms der Bieler Kommunikationstage – neue Technologien am einen Tag, mediale Inhalte am anderen –  kommentiert der Medienminister mit etwas Ironie. „Das ist also die Prioritätenordnung der Organisatoren: Heute der Trend und morgen die Wahrheit“, merkt Leuenberger an. „Den Kommunikationsminister haben sie zu den Trends eingeladen und nicht zur Wahrheit“.

Das Email hat den Brief nicht verdrängt

Leuenberger wirft die Frage in den Raum, wie die neuen Kommunikationsmittel den Medienalltag prägen. Er weist darauf hin, dass die neuen Medien die etablierten Medien kaum verdrängen würden, vielmehr spricht er von einer Veränderung: „Das Email hat den Brief nicht verdrängt, ihm aber eine andere Bedeutung gegeben“. Der Vorsteher des UVEK erläutert, dass neue Medien die Nachrichtenübermittlung in manchen Belangen verbessert hätten. Leuenberger verweist auf den 2. Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg anno 1814: “ Die Friedensbotschaft kam ganz einfach zu spät an“. Die Nachricht aus dem belgischen Gent brauchte damals 20 Tage Fahrt über den Atlantik, um nach New Orléans zu gelangen…

Leuenberger fasst im Schlusswort  zusammen, dass das Bestreben nach Qualität und die Suche nach Wahrheit unabhängig von der Kommunikationsform sein sollen. „Der Wahrheit ist es egal, in welchem Medium sie transportiert wird“.

Begrüssung durch Moderatorin Christine Maier

25.10.2007

Christine MaierAn Marc Furrers einführende Worte anknüpfend bezeichnet sich Christine Maier als Suchende: «Ich werde hier viel lernen.»

Das Handy ist viel mehr als ein Telefon

25.10.2007

Marc Furrer, Präsident Bieler Kommunikationstage, Präsident ComComMarc Furrer begrüsst in Biel zu den 6. Kommunikationstagen und betont, dass die Veranstaltung keineswegs Routine geworden sei. Der Präsident der ComCom erklärt, dass Konvergenz auch heute wie vor sechs Jahren ein wichtiges Schlagwort sei. „Das Handy ist nicht nur ein Telefon(…) sondern auch eine Spiel- und Spasskonsole“. Furrer hofft, dass die Technologien den Menschen auch weiterhin dienen und das Leben nicht erschweren. Mit Ausblick auf die neuen Technologien eröffnet Furrer den Diskurs und wünscht den Anwesenden „gute Gespräche, interessante Referate aber auch etwas Spass“.  

Bienvenue / Willkommen

03.09.2007

Pendant toute la durée des Journées de la communication (25 – 26.10.2007), vous pourrez découvrir ici des résumés des conférences et des débats.

Hier finden Sie bald Informationen über die Bieler Kommunikationstage und allfällige Programmänderungen. Zusammenfassungen der Vorträge und Debatten schalten wir im Verlauf der Comdays am Donnerstag, 25. Oktober sowie Freitag 26. Oktober, auf.