Fiber to home. Hype? (Fortsetzung)

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Wer braucht die schneller Fasern wirklich?

Ruedi Noser: Für Private sind die Geschwindigkeiten schnell genug.

Carsten Schloter: Wenn Sie die Kunden fragen, werden Ihnen die meisten zustimmen. Aber wir müssen jetzt bauen, um die Bedürfnisse von Morgen decken zu können.

Christoph Brand: Langfristig kann man gar nicht genug Bandbreite haben.

Ansgar Gmür: So richtig verstehe ich noch gar nicht, wozu wir diese Glasfaserkabel brauchen werden. Als Kunde frage ich mich schon: «Brauche ich das überhaupt?» Die Information zum Thema ist wirklich mangelhaft

Ruedi Noser: In unserer Familie schaut niemand mehr Live-TV. Es wird noch eine Weile dauern, bis wir diese Bandbreiten wirklich brauchen werden.

Peter Messmann: Wer einmal erfahren hat, was möglich ist, will nicht mehr zurück. Das haben frühere Versuche gezeigt.

Christoph Brand: Wer welche Möglichkeiten nutzen wird – und welchen Preis er dafür zu zahlen bereit ist – wissen wir noch nicht. Wir haben deshalb den klaren Auftrag, möglichst kostengünstig zu bauen. Tiefe Kosten pro Anschluss, das muss das Ziel sein

Moderator: Investieren wir in einen Hype?

David Thiel: Wer mehr Strassen baut, provoziert Verkehr. Das ist in der Telekommunikation auch so. Aber hier eröffnen sich uns neue Möglichikeiten: Wenn Software beispielsweise zentral gehostet wird – und vom Kunden nur bei Bedarf genutzt wird – sind Glasfasern ein Gewinn.

Carsten Schloter: In den ersten Jahren wird diese Infrastruktur unterbenutzt sein. Später werden die Bandbreiten gebraucht werden. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Das grösste Risiko heute ist das Preisrisiko. Niemand weiss heute, was die Kunden in zehn Jahren für unsere Angebote zu bezahlen bereit sind.

Moderator: Schlussrunde, Glaubensbekenntnis pro/kontra Glasfaser

Christoph Brand: Wir möchten, dass rasch investiert und gebaut wird. Alle Anbieter sollen die Infrastruktur zu den selben Bedingungen nutzen dürfen.

Ruedi Noser: Ich freue mich, dass der runde Tisch sich geeinigt hat. Das ist das Beste, was man in der Schweiz hinkriegen konnte. Welchen politischen Handlungsbedarf es geben wird, wird ein Bericht des Bakom zeigen.

Andreas Widmer: Wir bauen weiter schrittweise aus und wollen unseren Wettbewerbsvorteil halten

David Thiel: Gleiche Stückkosten unter gleichen Bedinungen, dafür kämpfen wir. Wir waren lange die einzigen, die an Fiber-to-Home gebglaubt haben, unser Glaubensbekenntnis haben wir also längst abgegeben.

Carsten Schloter: Der Kunde wird diese Leistungen in zehn, fünfzehn Jahren brauchen. Es ist wichtig, dass jetzt investiert wird, dass volkswirtschaftlich ein Sprung nach vorne gemacht werden kann.

Ansgar Gmür: Wir hoffen, dass der Kunde in Ihren Überlegungen eine Rolle spielt. Dass die Kunden etwas davon haben und dass die Prozesse demokratisch ablaufen. Unsere Forderungen liegen auf dem Tisch, die wollen wir umgesetzt sehen.

Fredy Brunner: Jetzt, rasch und günstig ein Netz für die Zukunft schaffen! Lassen Sie uns um Himmels Willen den Wettbewerb.

Martin Dumermuth: Bandbreite ist ein Bedürfnis. Das ist wie beim Estrich. Der kann noch so gross sein, er ist immer voll.

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