Das Ende der Zeitung?

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Beat LauberWenn von Zeitung gesprochen wird, ist damit die auf Papier gedruckte Ausgabe gemeint? Die Marke, der Titel wird in Zukunft nicht mehr an einem Medium haften. Als Produkt wird zunehmend der Inhalt verstanden und nicht mehr ihr Träger. Über welche Kanäle Content verbreitet wird, richtet sich nach den Bedürfnissen der Leser und Nutzer. Die Informationen werden zentral abgelegt und den Bedürfnissen der Nutzer entsprechend verteilt oder zugänglich gemacht. Die klassische Zeitung bleibt (unter vielen anderen) einer dieser Kanäle.

Die Auflagen der klassischen Zeitungen sinken über einen längeren Zeitraum gesehen langsam, aber kontinuierlich. Die Printmedien verlieren Marktanteile. Konsequenz: Die Geschäftsmodelle müssen erneuert werden. Die Abläufe im Zusammenspiel von Zeitung, Werbemarkt und Lesermarkt verändern sich. Mit den neuen Konzepten erwächst die Gefahr, dass die Qualität vernachlässigt wird.

Dennoch, die Chancen überwiegen. Neue Nutzersegmente können erschlossen werden. Die Geschäftsmodelle richten sich noch stärker nach starken Marken. Die Informationsfunktion für das politische System, die Gesellschaft, das ökonomische System und das Individuum wird bedeutend bleiben. Der Einzelne bedient sich aus dem Angebot oder er lässt sich bedienen. Die Medien werden um seine Zeit, seine Aufmerksamkeit kämpfen. Deshalb schliesst Beat Lauber: Die Killerapplikation heisst «Mensch.»

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