Hans-Peter Aebi, CEO Swissgrid
Wir brauchen den Wettbewerb im Strom. Das macht Hans-Peter Aebi gleich zu Anfang klar.
Die Unterschiede zu den Netzen der Telekommunikation sind grösser als mancher Laie gedacht haben mag, denn, so Aebi, Strom könne man nicht speichern, er gehe den Weg des geringsten Widerstands. Je grösser die Distanz, desto grösser der Widerstand – und: die Produktion muss stets im Gleichgewicht sein.
Ohne Strom geht nichts. So viel ist sicher. Versorgungssicherheit, so Hans-Peter Aebi, steht bei Swissgrid daher strategisch sogar noch über wirtschaftlichen Erwägungen. Das ist nachvollziehbar, denn Stromausfälle können bekanntlich katastrophale Folgen auf allen Ebenen nach sich ziehen.
In fünf Jahren erfolgt die Eigentumsübertragung des Schweizerischen Stromnetzes. Eigentum bedeute Macht, so der Swissgrid-Chef und nach seiner Erfahrung werde diese in der Regel eben auch ausgenutzt. Eine Übertragungsnetzwerkgesellschaft – eine Art Letzte-Meile-Gesellschaft – sei dann für gewissenhaft geführte Stromnetzwerke ohne Diskriminierung eine für alle sinnvolle Lösung.

21.10.2008 um 23:05 |
„Ohne Strom geht nichts.“
Es gibt so Typen in der Strombranche — die nehmen sich selbst aber schaaaaaaampar wichtig. Mit denen würde ich nicht mal an einem See ein Wort wechseln.-